Aktuelles

15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten

„Die Geschichte von Sport und Tourismus in Dresden

und Umgebung“

Sonnabend 23. Februar 2019 10:00 – 17:00 Uhr

Sonntag 24. Februar 2019 10:00 – 15:00 Uhr

Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden

Zellescher Weg 18 – 01069 Dresden

Der Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten ist eine Veranstaltung, bei der ehrenamtliche Historiker die Ergebnisse ihrer Erforschung von Heimatgeschichte vorstellen. Auf Ausstellertafeln, im direkten Gespräch und in Vorträgen können sich Besucher über die reiche Geschichte Dresdens informieren.

Dabei dient der Markt nicht nur der Präsentation, sondern auch der Vernetzung der Vereine und dem Austausch der Historiker. Ebenso bieten Fachverlage Literatur zu Dresden und seinen Stadtteilen an.

Der NVzD war wieder mit einem Poster zum Thema „Dresden und der Sport – Numismatische Zeugnisse“ sowie einem breiten Literatur- und Medaillenangebot vertreten.

 

Veranstalter ist der Verein „Dresdner Geschichtsmarkt“ e.V.

 

Vortrag am 14.2.2019 im Café Friedrichstadt

Das Franziskanerkloster zu Annaberg und die Nutzung der Anlage nach der Säkularisierung im Jahre 1540

Silvio Bock M.A., Landesamt für Archäologie Sachsen

Von 2016 bis 2018 wurde in Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis) das Areal des ehemaligen Franziskanerklosters durch das Landesamt für Archäologie Sachsen untersucht. Während der bisher größten Flächengrabung des Erzgebirges wurde nicht nur die fast vollständige Kubatur der ehemaligen Klosteranlage freigelegt, sondern auch Befunde und Funde aus der Zeit der Nachnutzung als Probierwerkstatt des Bergamtes, als herzogliche und kurfürstliche Münzprägestätte sowie als Heckenmünze der Kipper- und Wipperzeit. Das dabei geborgene Fundmaterial aus dem Kontext einer frühneuzeitlichen Silberverarbeitung, speziell die Agricola-zeitlichen Schmelz- und Probiertiegel, kann als europaweit einzigartig gelten. Vergleiche mit Funden aus zeitgenössischen Probierwerkstätten und Alchemie-Laboratorien lassen zudem deutliche Parallelen zum Annaberger Fundinventar erkennen. Aber auch die Befundlage ähnelt stark den technischen Anlagen in den Darstellungen Lazarus Erckers und Georg Agricolas sowie den wenigen vergleichbaren baulichen Resten, die sich anderenorts über die Jahrhunderte erhalten haben. Erste archäometallurgische Analysen der an den Schmelz- und Probiertiegeln anhaftenden Inkrustierungen lassen Rückschlüsse auf das hier beprobte und verarbeitete Material sowie auf dessen Herkunft zu.